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Kleine Chronik Gesangverein 1874 Heinebach e.V. (Stand 06/2010)

                                                                          

Sangesfreudige Männer Veteranen des Krieges 1870/71 schlossen sich innerhalb des damaligen Kriegervereins Heinebach zusammen und gründeten 1874 eine Gesangsabteilung.

Nach einigen Monaten des Übens, unter dem ersten Chorleiter Lehrer Heinrich Katzwinkel, fand 1876 das erste Sängerfest auf dem „Minnstück“ statt.

Im Jahre 1911 wurde das 35jährige Bestehen mit gleichzeitiger Weihe der ersten Vereinsfahne gefeiert. (Die Originalfahne hängt einlaminiert im Vereinsheim)

Im 1. Weltkrieg 1914/18 fanden 8 Sangesbrüder den Tod. In diesem Zeitraum ruhten die Aktivitäten des Vereins. Auch nach dem Ende des Krieges fiel es den meisten Sängern schwer das Erlebte zu vergessen.

Erst 1920 ergriff Hauptlehrer Heinrich Burghardt den Dirigentenstab und brachte den Verein zu höchster Blüte. Im Jahre 1923 wurde dem Gesangverein ein Gemischter Chor angegliedert. Das 50jährige Bestehen wurde 1924 im Gasthaus Ritter in würdiger Weise gefeiert. Der 2. Weltkrieg unterbrach wiederum das Vereinsleben. Auch in diesem Krieg mussten 8 Sangesbrüder in fremder Erde bestattet werden.

Trotz aller traurigen Geschehnisse, schlossen sich, nach dem Zusammenbruch 1945, die Sangesbrüder des Männerchores wieder zusammen. Vorsitzender wurde Kaspar Pfetzing und Chorleiter war wiederum Heinrich Burghardt.

Im Mai 1949 feierte der Verein sei 75jähriges Bestehen und im Winter 1949/50 wurde auch der Gemischte Chor neu gegründet.

Am 10.03.1954 trat der Verein dem damalige Sängerbezirk Baumbach (jetzt Lützelstrauch) bei.

Im Frühjahr 1956 wurde der  Männergesangverein 1874 Heinebach in Gesangverein 1874 Heinebach umbenannt.

Aus einem Behelfsheim des Krieges wurde 1958 die „Sängerhütte“ errichtet. Hier wurden dann auch regelmäßig die Chorstunden abgehalten.

Ein Bezirkssängerfest anlässlich des 90jährigen Bestehens wurde in 1964 veranstaltet.

1965 musste der Gemischte Chor mangels Sänger und Chorleiter aufgelöst werden,

der Vereisname ist jedoch bis zum heutigen Tage geblieben.

1970 veranstaltete der Verein erstmals eine große Karnevals – Fremdensitzung im

Astoria Saal. An gleicher Stätte wurde 1971 der feierliche Verschwisterungsakt der damals selbstständigen Gemeinden Heinebach und Pulle aus Belgien durchgeführt.

Höhepunkt des Jahres 1974 waren die feierlichen Tage anlässlich des 100jährigen Bestehens des Gesangverein 1874 Heinebach.


Ende 1974 legte Chorleiter Willi Braun nach 20jähriger Tätigkeit den Taktstock nieder, sein Nachfolger wurde Heribert Eisele aus Röhrenfurth.

1975 wurde die Sängerhütte grundlegend umgebaut. Unter reger Anteilnahem der Bevölkerung und der Hilfe von Vereinen sowie der Gemeinde wurde von Juni bis November die alte Hütte abgerissen und durch ein massiv gemauertes Gebäude ersetzt. 1000 freiwillige Arbeitsstunden wurden von den Mitgliedern beim Bau geleistet.

Seit Fertigstellung der „neuen“ Sängerhütte wird diese auch für Familienfeierlichkeiten, ähnlich eines Bürgerhauses vermietet.

Bereits 1976 legte Chorleiter Eisele, aus persönlichen Gründen seine Tätigkeit nieder, die Nachfolge übernahm diesmal Reinhold Nöding aus Konnefeld. 

An die Sängerhütte wurde 1979 eine Grillstation in Eigenleistung angegliedert

Seit 1980 führt der Gesangverein Heinebach ununterbrochen jedes Jahr einen Volkswandertag am 1. Mai durch, an dem sich durchschnittlich 250 Wanderer beteiligen.

Da die 1911 geweihte Fahne starke Schäden aufwies wurde zum 110jährigen Bestehen 1984 eine neue Vereinsfahne geweiht. Gleichzeitig wurde der 60.Geburtstag des Sängerbezirk Lützelstrauch mit einem Bezirkssängerfest in der Turnhalle Heinebach gefeiert.

Nach 22 Jahre der Tätigkeit als Vorsitzender des Vereins stellte sich Heinz Werner 1986 nicht mehr zur Wahl.

1987 wurde in Anlehnung an die Mustersatzung des MSB eine neue Vereinssatzung und Geschäftsordnung verabschiedet. Ab April 1987 übernahm nochmals Willi Braun die Chorleitertätigkeit im Verein.

Der neue Vorsitzende Günter Becker ernannte den langjährigen Vorsitzenden Heinz Werner, auf der Jahreshauptversammlung 1989, zum Ehrenvorsitzenden.

Am gleichen Tag konnte das 100. Mitglied begrüßt werden.

Auf dem Gelände der Sängerhütte fand im Jahr 1989 ein Freundschaftssingen mit den Chören des Sängerbezirk Lützelstrauch statt. Zu dieser Gelegenheit wurde eine Freilichtbühne erbaut.

1991 musste Willi Braun wegen einer Augenerkrankung seine Chorleitertätigkeit wieder beenden, Heinrich Opfer übernahm leider nur für 3 Monate das Amt und musste dann aus gesundheitlichen Gründen aufhören. Ab Oktober 1991 übernahm wieder Reinhold Nöding den Taktstock..

Bei der Jahreshauptversammlung 1993 gab es einen Wechsel im Vorstand, Michael Werner, Sohn des Ehrenvorsitzenden übernahm das Amt und führte es bis 2009 aus. Im November 2009 verstarb der Ehrenvorsitzende Heinz Werner. Dieter Schönborn übernimmt in diesem Jahr das Amt des ersten Vorsitzenden.

1994 wurde der Verein eine große Ehre zuteil, er wurde mit der Zelterplakette, für besondere Verdienste um die Pflege der Chormusik, ausgezeichnet.

Im gleiche Jahr fand auch ein Sängerfest anlässlich des 120jährigen Bestehens statt.

In den kommenden Jahren konnte der Chor sich steigern und hatte mit 30 aktiven Sängern die beste Beteiligung seit 25 Jahren. Musikalischer Höhepunkt war die Teilnahme am Kreischorkonzert 1997 im Durstewitzsaal in Rotenburg.

1999 wurde das 125jährige Vereinjubiläum mit einer 3tägigen Veranstaltung gefeiert.

Anwesend waren auch die befreundeten Chöre aus Trusetal, Oyten und Pulle(Belgien).

2001 nahm der Gesangverein 1874 Heinebach e.V. (mittlerweile eingetragener Verein) an den Feierlichkeiten zur 30jährigen Verschwisterung der Gemeinden Alheim OT Heinebach und Zandhoven OT Pulle teil. Leider ist der Gesangverein der einzige verbliebene Verein, welcher noch Kontakte mit der Verschwisterungsgemeinde, insbesondere mit dem St. Cecilia Chor aus Pulle pflegt.

Chorleiter Reinhold Nöding bat den Verein auf der Jahreshauptversammlung aus Altersgründen um Beendigung seiner Tätigkeit. Diesem Wunsch entsprach die Versammlung und ab Mai 2003 übernahm Gerhard Schein aus Ersrode das Amt.

2004 konnte der Verein die Wanderfreunde zum 25. Volkswandertag begrüßen.

Im gleiche Jahr feierte man den 130.Geburtstag auf dem Gelände der Sängerhütte mit einer 2tägigen open Air Veranstaltung bei der selbstverständlich die Freunde aus Belgien anwesend waren.

Im Jahr 2005 ergab sich erneut ein Chorleiterwechsel, ab 01.07.2005 ist Klaus-Dieter

Penzel Dirigent des Chores. Währen der Kirmes im August 2009 feierte der Gesangverein 1874 Heinebach e.V. sein 135. Jähriges Bestehen mit einem singen aller Penzelchöre im Festzelt. Im April 2010 kam dem Gesangverein die Ehre zu Teil, zur Eröffnung des Bundesängertages in Rotenburg an der Fulda zu singen.

Veranstaltungen wie das Frühjahreskonzert, das Singen auf dem Serenadenabend in und um die Kirche in Heinebach, so wie das Singen zum Adventskonzert, gehören mitlerweile zu den festen Veranstaltungen jedes Jahr.


Der Gesangverein 1874 in Zahlen:


Gründungjahr: 1874

Vereinsform: gemeinnütziger Verein, eingetragener Verein

Chorform: Männerchor

Gesamtmitglieder: 105

Aktive Mitglieder: 32

Anzahl Chorproben (Jahr): 35 - 40

Anzahl Auftritte (Jahr): 10 - 20

Sängerbezirk: Lützelstrauch

Sängerkreis:   Alheimer

Sängerbund:   Mitteldeutscher Sängerbund

Vereinszweck: Pflege des Chorgesangs

Durch regelmäßige Proben bereitet sich der Chor für Konzerte und andere musikalische sowie kulturelle Veranstaltungen vor.

Gleichzeitig Förderung von Geselligkeit und Gemeinschaftsgefühl der Mitglieder untereinander.

Eigene Veranstaltungen: 

·       Sängerfeste

·       Konzerte (weltlich)

·       Konzerte (kirchlich)

·       Volkswandertag (seit 1980 ununterbrochen immer am 1.Mai)

·       Oktoberfest

·       Kirmes

·       Dorffest

·       Musikalische Darbietung an Hochzeiten, Geburtstagen, Jubiläen und Beerdigungen

·       Teilnahme an Sängerfesten anderer Chöre in Heinebach und anderen Ortsteilen.